Diese Form der zyklischen Ernährung funktioniert „bodysynchron“, da Du Dein Leben an Deinen Körper anpasst - und nicht umgekehrt!   Aber wie funktioniert eine zyklische Ernährung überhaupt? 

Als eine Frau durchläufst Du in Deinem Menstruationszyklus jeden Monat vier verschiedene hormonelle Phasen: Menstruation, Follikel-Phase, Eisprung und Luteal-Phase. Während der Follikel-Phase und dem Eisprung ist Dein Stoffwechsel langsamer, weshalb Du leichtere Kost, wie Smoothies, gedünstetes Gemüse oder Salate gut verträgst. 

Innerhalb der Luteal-Phase und der Menstruation dagegen nimmt Deine Körpertemperatur durch den Abfall an Östrogen ab, weshalb Du wärmendere Gerichte, wie etwa deftige Eintöpfe, benötigst, um Dich wohlfühlen. Aber auch spezielle Lebensmittel sind in den verschiedenen Phasen hilfreich.

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Was sollte man in welcher Zyklusphase essen? 

 1. Menstruation 

Dein Körper hat mit der Menstruation viel zu tun und Du verlierst einiges an Blut. Deswegen brauchst Du jetzt besonders nährstoffreiche Lebensmittel, die Deinen Mineralstoffhaushalt mit Eisen und Zink aufstocken und Dich mit Proteinen und gesunden Fetten versorgen. Packe Kidneybohnen, rote Beete, Grünkohl und Pilze auf Deinen Teller.

Erhöhe Deine Aufnahme an gesunden Fetten, Eisen, Zink und Vitamin E (hilft bei Bauchkrämpfen) durch Sesam, Sonnenblumenkerne und Maroni. Hanfsamen versorgen Dich mit Omega-3-Fettsäuren, die bei Regelschmerzen ebenfalls ausgleichend wirken können.

Verzichten solltest Du in dieser Zyklus-Jahreszeit möglichst auf Alkohol, Koffein und fettiges Fast Food. All das kann mögliche Beschwerden während der Periode verschlimmern.

 

 2. Follikel-Phase 

Frische pflanzliche Kost lässt Deine Energie im hormonellen Frühling empor schnellen. Konzentriere Dich vor allem auf Phytoöstrogene, die sich etwa in Tempeh oder Brokkoli finden. Sie können Dich beim Aufbau des Östrogenspiegels gut unterstützen. Auch probiotische Lebensmittel, die Deine Darmflora auf den Eisprung und den damit verbundenen Hormonschub vorbereiten, sind jetzt super geeignet: Sauerkraut, Kimchi, Miso oder pflanzliche Joghurts.

Da im Frühling und Sommer Dein Stoffwechsel etwas langsamer wird und dieser die Nährstoffe Deiner Nahrung besser verwertet, solltest Du auf leichte, weniger kalorische Kost setzen. Gedünstetes Gemüse, etwa Karotten, Zucchini, Erbsen oder auch frische Sprossen und Kräuter wie Petersilie sind jetzt genau richtig.

Besonderer Tipp: Avocados! Sie helfen Deinem Körper beim Übergang vom Frühling in den Sommer und unterstützen die Produktion des Zervixschleims.

 

 3. Eisprung 

Aufgrund Deines Eisprungs hast Du sehr viel Power und brauchst weniger energiereiche Kost. Daher sind kalorienarmes frisches Gemüse, Blattsalate und Obst ideal für Dich. Wegen des Eisprungs steigt auch Deine Körpertemperatur - ausgleichend wirken Rohkost-Salate, selbstgemachte Smoothies und Säfte.

Empfehlenswert sind folgende Gemüsesorten: Okraschoten, Spargel, Rosenkohl, Mangold, Chicorée, Endiviensalat, Spinat und Lauch. Sie enthalten größere Mengen des Antioxidans Glutathion, das Deine Leber beim Abbau von überschüssigem Östrogen unterstützt. Und die Ballaststoffe in rohem Obst und Gemüse verbessern den Durchfluss des Nahrungsbreis durch den Verdauungstrakt, sodass von der Leber verstoffwechseltes Östrogen schneller ausgeschieden werden kann.

Wenn Du gelegentlich ein Glas Wein oder eine Tasse Kaffee liebst, ist jetzt der Zeitpunkt dafür - denn nun verkraftet Dein Körper diese Substanzen am besten.

 

 4. Luteal-Phase 

In dieser hormonellen Jahreszeit benötigst Du energiereichere Kost als zuvor, da Dein Stoffwechsel hochfährt und Du Nahrung schlechter verwertest. Stärkereiches Gemüse wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken oder Kürbis sowie Getreidesorten wie Naturreis oder Hirse machen Dich lange satt und beugen Essattacken vor.

Setze auf ballaststoffreiches Obst wie Äpfel und Birnen, um Deinen Darmtrakt bei der Ausscheidung von Östrogen zu unterstützen. Auch Trockenfrüchte wie Datteln und Rosinen sowie Flohsamenschalen können in der Phase dabei helfen. Grünes Blattgemüse, Sellerie und Gurke auf Deinem Teller verhindern Wassereinlagerungen, unter denen jetzt viele Frauen leiden.

Verzichte in der Zeit möglichst auf Zucker und künstliche Süßungsmittel (z.B. in Softdrinks), Alkohol, Fleisch, Milch und Salz - all das bringt Deine Hormone in dieser Jahreszeit aus dem Gleichgewicht und kann in der kommende Phasen Menstruationsbeschwerden verursachen und verschlimmern.

Die Autorin

Die Autorin

Die Autorin Jessica Roch ist zertifizierte Ernährungsberaterin, Bloggerin und Journalistin. Seit sie erfolgreich ihre Antibabypille trotz schlimmer hormoneller Nebenwirkungen abgesetzt hat, sind Hormone und Frauengesundheit ihre Leib- und Magen-Themen - im wahrsten Sinne des Wortes! Auf ihrem Blog und ihrem Instagram-Kanal klärt sie darüber auf, wie man die Pille ohne Nebenwirkungen absetzt und mit "Zyklus-Food" sein hormonelles Gleichgewicht wiederfindet - und auf diese Weise Beschwerden wie PMS, Akne, Haarausfall oder Periodenleiden verbessert.  
Homepage: https://bodysynchron.de/
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